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Baubranche: Finanztipp: Baumängel sind steuerlich nicht absetzbar!

Baumängel können nicht als außergewöhnliche Belastung beim Finanzamt geltend gemacht werden. So lautet die Entscheidung des Bundesfinanzhofes zu einem aktuellen Fall, auf den der Infodienst Recht und Steuern der LBS hinweist (AZ VI B 106/17). Hierbei hatte ein Eigentümer selbst Schäden beseitigt, die durch Baumängel entstanden sind. Da er keinerlei Ersatzansprüche aufgrund von Verjährung geltend machen konnte, versuchte er, seine Aufwendungen als außergewöhnliche Belastung steuerlich geltend zu machen, da ihm zufolge sein existenznotwendiger Grundbedarf, das Wohnen, betroffen gewesen war. Der Bundesgerichtshof lehnte den Antrag jedoch ab. Zwar könne im Falle von Gesundheitsgefährdungen der Eigentümer eine Ausnahme in Frage kommen – diese Regelung gilt jedoch nicht für übliche Baumängel, die die Nutzung des Gebäudes nie elementar in Frage gestellt hätten. Quelle: LBS © photodune.net

Marktdaten: Ein- und Zweifamilienhäuser: Zwangsversteigerungen nehmen zu

Die Zwangsversteigerungen haben in den ersten sechs Monaten 2018 stark zugenommen. Vor allem im Segment der Scheidungs- und Erbimmobilien fanden rund 17 Prozent mehr Auflösungstermine statt. Dies hat der Fachverlag Argeta auf Basis einer aktuellen Auswertung von mehr als 500 Amtsgerichten bekannt gegeben. Den Hauptanteil bei Zwangsversteigerungen machen Ein- und Zweifamilienhäuser mit etwa 68 Prozent aus, gefolgt vom Segment der Eigentumswohnungen. Gewerbegrundstücke, Wohn- und Geschäftshäuser, Grundstücke und sonstige Immobilien machen zusammen etwa 32 Prozent der Zwangsversteigerungen aus. Da das allgemeine Preisniveau am Immobilienmarkt vor allem in Großstädten hoch ist, ist die Nachfrage nach Zwangsversteigerungsobjekten aufgrund der tendenziell niedrigeren Verkehrswertfestsetzungen groß. Denn wer sich im Streit von einer Immobilie trennt, muss sich in der Regel mit einem niedrigeren Preis zufrieden geben. Quelle: Argreta © photodune.net

Immobilienkauf: Vom Mieter zum Eigentümer: Kaufangebote stets sorgfältig prüfen!

Immer wieder bieten Baugenossenschaften und Wohnungsgesellschaften Mietern ihre Immobilien und Wohnungen zum Kauf an – teilweise zu attraktiven Konditionen. Da viele Menschen von den eigenen vier Wänden träumen, nimmt so mancher Mieter das Angebot wahr und wandelt seinen Mietvertrag in eine Immobilienfinanzierung um. Doch der Verband Privater Bauherren e.V. (VPB) rät hier zur Vorsicht. Denn nicht jedes scheinbar günstige Angebot ist ein wirklich gutes Geschäft. Mit den veränderten Eigentumsverhältnissen gehen auch Pflichten einher, denen man innerhalb einer neuen Gemeinschaft nachkommen muss. Unangenehm kann es werden, wenn ein Großteil der Wohnungen an einen Investor geht und dieser stets die Mehrheit bei wichtigen Entscheidungen hat. Damit der Kauf der eigenen Mietwohnung kein Reinfall wird, hat der VPB als Verbraucherschutzverband den Ratgeber "Vom Mieter zum Eigentümer" herausgegeben, der im Internet unter www.vpb.de kostenlos heruntergeladen werden kann. Quelle: VPB © Fotolia.de / AndyDeanPhotography